Biogas

Die in den Pflanzen gespeicherte Sonnenenergie wird bei der Biogasproduktion im Kreislauf der Natur genutzt. Durch die anaerobe Vergärung (unter Aus-
schluss von Luftsauerstoff) von nachwachsenden Rohstoffen, Gülle und organischen Reststoffen aus der Lebensmittel- und Futterindustrie wird Biogas erzeugt.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Biogas zu nutzen. Es kann in Wärme, Treibstoff und/oder Strom umgewandelt werden oder es kann in das Gasnetz eingespeist werden. Bei der Ein-
speisung in das Erdgasnetz erfolgt die Verwertung räumlich getrennt von der Erzeugung.

Mit dem Ökostromgesetz 2002 erlebten besonders mit Rohstoffen aus der Landwirtschaft betriebene Anlagen einen starken Ausbau. Aufgrund des Öko-
stromgesetzes 2006 ist es derzeit wirtschaftlich schwierig eine Biogasanlage zu errichten und zu betreiben.

Bislang wird Biogas in Österreich fast ausschließlich zur Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken (BHKW) eingesetzt.

Die im BHKW erreichte energetische Nutzung (Wirkungsgrad) der im Biogas enthaltenen Energie ist meist gering, da die neben der elektrischen Energie entstehende Abwärme aufgrund fehlender Abnehmer meist nicht genutzt werden kann.

Eine andere, energetisch effizientere Form der Bio-
gasnutzung stellt die Einspeisung des Biogases in das öffentliche Gasnetz oder ein lokales Biogasnetz dar. Das Biogas wird über das Gasnetz zum Ver-
braucher geleitet und dort etwa für die Stromerzeu-
gung, Heizzwecke oder als Treibstoff eingesetzt. Da-
mit ist einerseits eine örtlich flexiblere Nutzung des Biogases mit höherem Wirkungsgrad verbunden, gleichzeitig ersetzt so in der Regel Biogas fossiles Erdgas.

Um Biogas in das Gasnetz einspeisen zu können, muss es eine bestimmte Qualität und einen bestim-
mten Druck aufweisen. Die Qualität des Biogases wird durch die Aufbereitung des Gases sicherge-
stellt. Die Sicherstellung des vertraglich festgelegten Einspeisedrucks, der Einspeisemenge und der Gasqualität erfolgt in einer Übernahmestation.
(Quelle: ARGE Kompost & Biogas, Gaswärme, Land NÖ, Statistik Austria)

Probleme kann man nicht mit derselben Denkweise lösen, wie sie entstanden sind. (Albert Einstein)